21. December 2014

Woran erkennt man eine Psychose

Ergänzend zum Artikel „wieso nehmen Menschen Drogen?“ möchte ich noch sagen, dass der Konsum von Betäubungsmittel nicht nur die Gefahr, süchtig danach zu werden, mit sich bringt. Der Konsum von Drogen kann ebenso zum Teil schwere Psychosen hervorrufen! Deshalb behandeln wir heute die Frage woran erkennt man eine Psychose?

Was heißt überhaupt Psychose? In der Medizin wird „Psychose“ als Sammelbegriff für eine Geisteskrankheit bezeichnet, der eine funktionelle Störung im Gehirn zugrunde liegt. Zum anderen liegt ihr Grund in einer psychischen Erkrankung. Wissenschaftlich wird diskutiert, ob eine erbliche Komponente vorliegt, die sich auf die nächsten Angehörigen überträgt. Eine Psychose trägt der Mensch also mit sich, bevor sie ausgelöst wird! Drogen wären dann z.B. ein Auslöser. Auslöser für eine Psychose können aber die unterschiedlichsten Gründe sein, wobei ein Charakteristikum psychische Instabilität sein kann. Für Menschen, die die Konstitution haben, an einer Psychose zu erkranken ist oftmals eine vorhergehende Geschichte verantwortlich. Dies kann eine belastende Lebens- oder Beziehungssituation sein, die sie emotional und rational nicht verarbeiten können und daher zur Psychose führen. Eine Psychose kann sich schleichend aufbauen, mit anfänglichen Merkmalen von starken Konzentrationsstörungen, Reizüberflutung, undifferenzierter Angst, exzessivem Glücklichsein, beginnende Veränderung der äußeren und inneren Wahrnehmung, die in der Akutphase in Wahnvorstellungen und halluzinatorischen Störungen gipfeln kann. Dabei hat der Betroffene das Gefühl von diesem Prozeß völlig aufgesogen zu werden.

Aber woran erkennt man nun eine Psychose?

Die Wahrnehmung für Fiktion und Realität ist gestört. Der Betroffene hält das, was er vollkommen verzerrt erlebt für real. Meist ist ein Psychotiker nicht mehr in der Lage objektiv zu urteilen. Er befindet sich in einem Film, wo er die Hauptrolle spielt, obgleich er jeder realistischen Einschätzung seiner Person und seiner Umwelt gegenüber durch seinen Ich-Verlust entrissen ist. Denn Psychose bedeutet Ich-Verlust, man ist nicht mehr Herr seiner Lage, nicht mehr Herr in seinem eigenen Innern, läßt sich von irrationalen Emotionen und Gedanken überschwemmen, die jeglicher Art der bewußten Abgrenzung und der Unterscheidung zwischen Wahrheit und Fiktion enthoben sind.

Und, parallelen entdeckt? Spaß beiseite. Sollte man solche Tendenzen bei sich oder seinen Mitmenschen erkennen, dann nichts wie zum Arzt!

Weiteres zum Thema:

http://de.wikipedia.org/wiki/Psychose

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/schizophrenie/

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