19. June 2013

Wie entsteht ein Börsencrash?

Wie entsteht ein Börsencrash?
Börsencrash :
Verlieren an einem Tag oder innerhalb weniger Tage die Aktienkurse am Aktienmarkt sehr stark Wert, so spricht man häufig von einem Börsencrash. Dabei geht es nicht nur um den Rückgang einer speziellen Aktie oder eines Aktienbündels sondern der Wertverlust betrifft Aktien quer durch die Bank und meistens sogar alle.

Ein Börsencrash wird durch schlechte wirtschaftlichen Nachrichten ausgelöst, der bei den meisten Besitzern der Aktien Panik auslöst und zu überstürzten Verkäufen führt. Dies wirkt sich negativ auf den Preis der Aktien aus. Grund für diese überstürzten Verkäufe sind oft sog. Spekulationsblasen.

Wie entsteht ein Börsencrash?

Wie entsteht ein Börsencrash?

Wie entsteht also ein Börsencrash?

Spekulationsblasen kennzeichnen sich dadurch, dass ein gewisses Objekt oder eine bestimmte Aktie mit steigenden Kursen gehandelt wird. Springen nun genug Käufer und Investoren auf den Zug auf und investieren im Glauben daran, dass dieses Produkt oder diese Aktie weiter an Wert zunimmt steigen die Chancen auf das platzen der Blase.  Sobald sich einige Investoren aus dem Geschäft zurückziehen und ihre Gewinne mitnehmen wollen aber nicht auf das nötige Interesse von Käufern stoßen platzt die Blase und der Kurs fällt. Dieser fallende Kurs löst nun bei den Besitzern der Aktien Nervosität  oder gar Panik aus, eine Vielzahl von Aktien fällt auf den Markt und das Überangebot sorgt für weiter sinkende Kurse.  Sorgt dies für starke Kurseinbrüche und hohe Verluste auf breiter Front spricht man von einem Börsencrash. Bei geringen Kurseinbrüchen die nur kurze Zeit andauern hat man eine Kurskorrektur.

Der erste Börsencrash wurde 1637 in den Niederlande durch den Handel mit Tulpenzwiebeln ausgelöst.  Es hatten tausende ihr Vermögen in Tulpenzwiebeln investiert, nachdem die Preise für Tulpen auf ein extremes Hoch gestiegen waren. Viele Spekulanten erhofften sich vom hohen Kurs einen enormen Gewinn, jedoch stand aufgrund der zunehmenden Spekulationen bald der Preis der Tulpen in keinem Verhältnis mehr zur Ware. So war eine Zwiebel bald so viel Wert wie eine Herde von Hundert Rindern oder umgerechnet 50.000€. Durch das Aussteigen einiger Käufer entstand Panik und die Blase platzte, die Folge war der Crash.

Seit diesem ersten Crash, gab es an Börsen auf der ganzen Welt unzählige Börsencrashs die alle ähnliche Strukturen wie der Tulpen-Crash aufwiesen.

Der bekannteste Börsencrash ist der schwarze Freitag im Jahre 1929. Der Börsencrash startete am 24. Oktober in New York . Ein Grund für diesen Börsencrash war die allgemeine Verbreitung von Aktien. Praktisch jeder investierte in Aktien in der Hoffnung von den Gewinnen nicht mehr arbeiten gehen zu müssen.  Als jedoch am 24. Oktober die Kurse begannen zu sinken, forderten die Banken von den Kunden die ihre Aktien mit Hilfe von Krediten erworben hatten neue Sicherheiten oder kündigten gar den Kredit. Dies zwang eine enorme Anzahl an Kunden ihre Aktien zu verkaufen um den Kredit abzulösen. Daraufhin wechselten knapp 16,5 Millionen Aktien in einer Woche den Besitzer. Der dadurch ausgelöste Abwärtstrend der Aktien dauerte bis in den März 1933. Durch diesen Börsencrash  wurden eine Vielzahl an Menschen ruiniert und einige Banken brachen zusammen.

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Foto: Flickr/ CC http://www.flickr.com/photos/yotut/

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