Man hat das Gefühl, dass sich der Trend im TV-Segment immer wieder aufs Neue ändert. So gab es vor X Jahren den Trend zu den flachen LCD- oder Plasmafernsehern. Es wirkte gerade so, dass die Fernsehhersteller den Markt mit teilweise unfassbar schlechten und überteuerten Geräten überschwemmten. Die LCDs und Plasmas der ersten Generation waren meist von schlechter Qualität.
Neben dem Bild, wirkte die Soundausgabe teilweise sehr schlecht. Nach anfänglichen Kinderkrankheiten, schafften es die Gerätehersteller immer bessere Bilder auf das Panel zu zaubern. Nachdem die Bild- und Tonqualität immer besser wurde, wuchsen auch die Geräte. Da gab es zunächst die 37 Zoll, dann die 40 Zoll und zudem Geräte die eine Diagonale von weit über 60 Zoll erreichten. Die Geräte wurden von Jahr zu Jahr größer. Aber erst seit ein paar Jahren konnten die TV-Geräte auch in Sachen Qualität auftrumpfen. Seit dem kann sich sogar der fingierte Filmegucker einen 3D fähigen Fernseher in die eigenen vier Wände stellen und hautnah miterleben wie Bruce Willis oder Jason Statham unzählige Gegner in wenigen Sekunden ausschalten. Mit der Einführung des HD Fernsehens wuchs zunehmend die Bildqualität. Die Blue-ray Disc hielt Einzug in die Wohnzimmer der Deutschen und brachte brillante Farben mit sich.
Schaut man sich die Trends auf der IFA 2012 (Internationale Funkausstellung Berlin) genauer an, wird eines klar. Die Hersteller wollen den Kunden neues Bieten. Die Geräte werden nicht wie in den Jahren zuvor größer. Nein. Diesmal wird an anderen Baustellen gearbeitet. So wird mit High-Tech wie vierfachem Full-HD (Ultra-Definition), OLED- und LED-Displays gearbeitet. Zudem sollen die Geräte „smarter“ werden. Es werden Geräte vorgestellt, die Android oder Linux als Betriebssystem nutzen. Auch Sprach- und Gestensteuerung kommt nun auf die Kunden zu. Dies sorgt zum Einen für eine ganz neue Benutzeroberfläche und zum Anderen für eine erhöhte Nachfrage nach der neuen Technik.
Sony setzt dieses Jahr zum Beispiel auf eine neuen LED Technik. Hierbei wird nicht wie bei früheren Geräten nur einige wenige LEDs zur Hintergrundbeleuchtung eingesetzt. In den Geräten der neuen Generation bekommt jeder Bildpunkt (Pixel) drei Leuchtdioden – eine für jede Grundfarbe – spendiert. Hierdurch soll ein höherer Kontrast, niedrigere Reaktionszeiten und eine blickwinkelstabilere Darstellung gewährleistet werden.
Auch LG trumpft dieses Jahr auf. So stellte der Hersteller aus Fernost einen 84-Zoll Fernseher vor. Dieser verfügt über eine Auflösung von 3.840 mal 2.160 Pixeln. 3D Filme kann er natürlich auch darstellen.
Dieses Jahr tritt Lenovo als Fernsehhersteller auf. So Vertrieb der Konzern in der Vergangenheit eher PCs oder Laptops. Lenovo zeigt auf der IFA 2012 eine ganz neue Form der Nutzung eines Fernsehers. Der Konzern hat auf seinem neuen Gerät mit der Bezeichnung „K91“ das neuste Android Betriebssystem installiert. Somit kann der User Apps herunterladen und diese auf dem Gerät installieren. Dies ermöglicht eine Personalisierung des Gerätes. Informationen zur Markteinführung für das Gerät von Lenovo gibt es bisweilen noch nicht.
Aber auch andere Geräte wie neue Smartphones, Digitalkameras, MP3 Player oder Navigationsgeräte gibt es wieder zu sehen. Auf der offiziellen Homepage der IFA finden Sie hierzu zahlreiche Informationen. Von dieser Menge an neuen Geräten sind die Konsumenten zunächst meist völlig überfordert. Demzufolge müssen Kosten/Nutzen abgewogen werden. Um hier Zeit zu und hoffentlich auch den einen oder anderen Euro zu sparen, gibt es mittlerweile zahlreiche Preissuchmaschienen im Netz. Hier kann der Kunde zum Beispiel Preise vergleichen auf Preistrend.de. Es gibt natürlich auch noch andere Anbieter, die um die Kauflust der Kunden buhlen.
Es bleibt also auf dem Fernsehmarkt spannend. In welche Richtung der Trend in den nächsten Jahren gehen wird, bleibt abzuwarten. Jetzt müssen nur noch alle TV Sender ihre Inhalte per HD in die deutschen Wohnzimmer transportieren, dann macht der ganze Technikwahnsinn auch irgendwann mal Sinn;)
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