19. June 2013

Welche Kosten muss man beim Hausbau beachten?

hausbau

Irgendwann ist es bei den Meisten soweit, man hat seinen ersten festen Job, das Gehalt stimmt und eventuell wohnt man schon seit einiger Zeit mit seinem Partner zusammen in einer Mietswohnung – da wird mit dem Gedanken gespielt sich ein Eigenheim zuzulegen. Eventuell steht auch Nachwuchs an und man benötigt einfach mehr Platz, möchte aber nicht für immer zur Miete wohnen.

Ein großer Kostenanteil beim Hausbau sind die Grundstückskosten, diese können je nach Art des Grundstücks zwischen 30 und 60 Prozent des Gesamtpreises ausmachen. Diese Kosten sind auch meistens fix, da Grundstückspreise amtlich festgelegt und kaum verhandelbar sind! Sobald es erworben wird, ist auch die Grunderwerbssteuer fällig, diese beträgt in den meisten Bundesländern 4,5% oder 5%, mit einigen Ausnahmen nur 3,5%). Zudem entstehen bei der Eintragung Notarkosten und die Eintragungskosten beim Grundbuchamt, diese sind ebenfalls amtlich in einer Gebührenordnung geregelt und sind vom Preis des Grundstücks abhängig. Für beides zusammen – Notarkosten und Grundbuchamt – sind als Richtwert 1,5 Prozent des Grundstückswertes einzukalkulieren.
Anschließend kommen die Kosten für eine Baugenehmigung (ebenfalls durch eine Gebührenordnung geregelt, 0.5 Prozent der Rohbaukosten) und Versicherungen für die Bauzeit dazu. Diese Versicherungen wären zum Beispiel:

  • Baufertigstellungsversicherung
  • Feuer-Rohbauversicherung
  • Bauleistungsversicherung
  • Bauherrenhaftpflichtversicherung
  • Bauhelferversicherung, wenn private Hilfe in Anspruch genommen wird

Diese Versicherungskosten sollten sich im Rahmen von ca. 1.000€ während der Bauphase bewegen, sie können höher ausfallen, wenn besonders viele private Bauhelfer tätig sind. Sobald die Bauphase vorüber ist werden neue Versicherungen für den Eigentümer nötig:

  • Gebäudeversicherung
  • Hausratversicherung
  • Restschuldversicherung oder Risikolebensversicherung

Auch die Erschließungs- und Anschlusskosten gehören noch zu den Gesamtkosten dazu. Dies betrifft Gebühren für Wasser/Abwasser, Strom, Gas, Telekommunikation und eventuell Wege/Straßen. Da Grundstücke mehr oder weniger gut erschlossen sein können, differieren diese Kosten sehr stark, einige Tausend Euro sind aber erforderlich. Bei diesen Kosten kann nur gespart werden, sofern der Bauherr einiges selbst in die Hand nimmt.

Abschließend sind noch die Außenanlagen zu erwähnen, dabei kann wieder, sofern der Bauherr viel selber übernimmt, viel gespart werden – es fallen nur die Materialkosten an. Allerdings ist es schwer konkrete Zahlen zu nennen, da jeder einen unterschiedlichen Geschmack hat und mehr oder weniger viel z.B. im Garten investieren wird. Für eine Garage sollte man aber mindestens 5.000 Euro veranschlagen. Auch die Architektenkosten bewegen sich zwischen 10.000-30.000 Euro bei Standardhäusern oder mehr für ausgefallene Bauten oder Villen etc. Was das Haus selbst kostet, hängt von seiner Bauart ab. Ausbauhäuser für eine vierköpfige Familie können schon um 50.000 Euro errichtet werden, ein durch eine Baufirma komplett gebautes Eigenheim in gleicher Größe kostet leicht das Dreifache. Das hängt auch von den verwendeten Materialien ab, es ist möglich, an jedem Detail zu sparen oder besonders exklusives Material innen und außen zu verwenden.

Als Alternative kann man sich natürlich auch ein fertiges Haus kaufen und auf dem Portal beraten lassen, was wiederum beim Hauskauf beachtet werden sollte.

Bildquelle:  Martin Pettitt | flickr CC BY 2.0

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Comments

  1. Der Grundstückspreis ist mit nichten amtlich festgelegt! Die (amtlichen) Gutachterauschüsse veröffentlichen nur mit dem Grundstücksmarktbericht eine Statistik über die in einer bestimmten Region üblichen Grundstückspreise.

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