Ein Aktienkurs spiegelt den momentanen Preis einer Aktie (z. Bsp. der Daimler-Aktie) an dem Börsenmarkt wieder (siehe auch Artikel von letzter Woche zum Aktienhandel). Wenn eine Aktiengesellschaft (AG) wirtschaftlich arbeitet und Gewinne einfährt oder große Aufträge erhält, so steigt normalerweise die Nachfrage nach den Aktien dieser AG. Von dieser positiven Geschäftsentwicklung versuchen viele Investoren und Spekulanten zu profitieren, dadurch steigt der Preis der Aktien da die Nachfrage deutlich höher wird. Aktienkurse steigen eigentlich immer sofern die Nachfrage größer ist als das verfügbare Angebot an Aktien. Besitzer der Aktien können versuchen die Aktien länger zu halten (sofern sie eine Verkaufsabsicht haben) um noch mehr von den steigenden Kursen zu profitieren. Den richtigen Verkaufszeitpunkt zu erwischen ist manchmal auch Glückssache. Natürlich hilft es die aktuellen Aktienkurse im Auge zu behalten.
Bevor eine Aktie an der Börse zum Handel bereit steht, wird sie zu einem bestimmten Wert ausgegeben. Dieser Wert einer Aktie nennt sich Nennwert. Nennwertaktien lauten auf einen bestimmten Nennbetrag, der von dem Unternehmen festgelegt wird, aber mindestens 1 Euro betragen muss. Aus dessen Summe ergibt sich das Grundkapital der Gesellschaft. Bei besonders hoher Nachfrage können die Aktien auch über dem Nennwert ausgegeben werden, die Differenz wird dann als Kapitalrücklage der AG einbehalten. Mit dem Nennwert ist der Aktionär am nominellen Grundkapital einer Gesellschaft beteiligt. Im Gegensatz dazu wird der Kurswert an der Börse gebildet, und zeigt an, wie viel zu einem bestimmten Zeitpunkt für den Kauf einer Aktie bezahlt werden muss. Ein kausaler Zusammenhang zwischen Aktienkurs und Nennwert besteht nicht. Der Nennwert hat lediglich als bilanzielle Rechengröße eine Funktion.
Wenn ein Unternehmen z. Bsp. momentan sehr schwach ist und durch eine Krise geht, kann man günstig die Aktien erwerben und darauf hoffen, dass die Gesellschaft die Kurve bekommt und sich der Aktienkurs stabilisiert und steigt, so können diese spekulativen Aktien hohe Gewinne erzielen. Bei zyklischen Aktien wiederum ist der Kurs zwar ebenso von der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens abhängig, wenn dieses jedoch wiederum von der Konjunktur abhängig ist, sind Schwankungen normal. Hier bietet es sich an die Aktien an einem absehbaren Tiefpunkt zu kaufen und später in der nächsten Hochphase wieder gewinnbringend abzustoßen. Bei Wachstumsaktien erwartet man in der Regel überdurchschnittliche Wachstumsraten des Unternehmens und somit auch eine kontinuierliche Steigerung des Aktienkurses.
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