Beim Deutschen Schäferhund scheint die Welt noch in Ordnung, denn woher der beliebte Vierbeiner seinen Namen hat, darüber muss nicht lange diskutiert werden. Bei anderen beliebten Rassen sieht das schon völlig anders aus. Denn warum wird ein Pudel Pudel genannt?
Natürlich hat der Name der quirligen Hunde nicht das Geringste mit der Pudelmütze zu tun. Licht ins Dunkel um das Geheimnis ihres Namens bringt da schon eher ihr Verhalten und ihre Herkunft. So weiß jeder Halter, wie gerne (fast) alle Pudel im Wasser spielen. Wen wundert’s!? Sie stammen nämlich von Jagdhunden ab, die unter anderem zur Pirsch auf Wasservögel genutzt wurden. So wird bereits in alten Chroniken ein Budelhund erwähnt und sehr gelobt, weil er eifrig in Tümpeln nach erlegten Enten bud(d)elt (= gräbt/stöbert). Auch der Teckel oder Dachshund, wie unser Dackel heute noch manchmal genannt wird, war in früheren Tagen ein fähiger Jagdhund, der seine Nase in so manchen Kaninchen- und Fuchsbau gesteckt hat,
Damit gleicht er den Terriern, die schon von den alten Römern Terrarii (von lat. terra = Erde) “Erdarbeiter” genannt wurden. Der Basset verdankt seinen Namen dagegen den Franzosen: “bas” bedeutet nichts anderes als “niedrig” – eine für einen derart langen, jedoch “flachen” Hund sicherlich sehr passende Bezeichnung!
Weitere ‘Kostproben’ gefällig? Beim russischen Barsoi, einem Windhund, der durch große Schnelligkeit besticht, ist der Name Programm: ‘borzoi’ heißt nämlich nichts anders als ‘flink’!
Häufig sind Hunderassen auch nach ihren Züchtern benannt: Dobermänner (Dobermannpinscher) zum Beispiel nach dem Nachtwächter und Steuereintreiber Louis Dobermann, der für seinen gefährlichen Dienst einen unerschrockenen Wach- und Schutzhund benötigte und sich daher aus verschiedenen Viehtreiberhunden, Pinschern, Rottweilern sowie dem Manchester Terrier und Greyhounds den für ihn idealen Begleiter “gemixt” hat.
Auch der englische Geistliche Jack Russel stand für die von ihm gezüchtete Terrier-Rasse Pate. Als begeisterter Jäger benötigte er einen fähigen Gehilfen für die Fuchsjagd, wobei ihm offensichtlich keine der bereits vorhandenen Terrier-Rassen zusagte, so dass er kurzerhand seine eigenen Hunde schuf – die heute so beliebten Jack Russel Terrier!
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Foto: Living in Monrovia | Flickr CC BY-SA 2.0






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